Wohin mit dem Öl aus dem Antipastiglas?

04.August.20

Ja, ich hab‘ grad mit einer Freundin telefoniert und sie gefragt, was sie mit dem Öl aus Antipastigläsern macht? Normalerweise bin ich nämlich keine Antipasti-Esserin bzw. kenn‘ ich das nicht wirklich, dass man das im Glas kauft. Ich kenne das eher so, dass man Vieles selbst macht und selbst einlegt. Aber die Temperaturen der letzten Tage und meine plötzlichen Gelüste nach besonderen, kräftigen Aromen, haben mich im Supermarkt vor diesen Gläsern von Oliven, Artischocken und eingelegten Champignons überwältigt. Die Champignons waren eher unnötig, hätte man echt selbst schnell machen können, aber ich wollte es gerne probieren. Auch ist es schön praktisch, wenn man Freunde zu Besuch hat.

Jedenfalls hat die Besagte Freundin zum Besten gegeben, sie würde das Öl zumeist für Salatdressings aufbewahren und Gurkenwasser sogar immer trinken. 

Wow.

Ich nicht. 

Ehm, tja, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich einige „Glaswässer“ oder -öle sicherlich für Salate oder andere Gerichte zum Aufpimpen eignen, aber ich weiß nicht, da hege ich ein großes Misstrauen der Ernährungsindustrie gegenüber.

Allerdings überzeugt die Kombination fest und geschmackvoll mich in der Richtung mehr als flüssig und geschmacksstark. Was ist also die richtige Art, dieses Flüssige, eben nur das Öl, richtig zu entsorgen, falls ich mich entscheide, es nicht weiterzuverwenden?

Elsi würde mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Entsorgung über das Klo vornehmen. Öl und Wasser? Ich werde gleich die Etiketten studieren. Meine Vermutung ist, das Öl ist im normalen Haushaltsmüll besser aufgehoben als im Klo oder generell im Abfluss.

Übrigens: mein Misstrauen der Lebensmittelindustrie gegenüber ist sehr ausgeprägt. Gute Lobbyarbeit und von der Presse gerne verwendete Euphemismen machen uns glauben, alles sei in Ordnung.

Lebensmittelsicherheit, Trinkwasserqualität, verbraucherfreundliche Preise – sie verschleiern und wiegen uns in vermeintlicher Sicherheit, an die alle auch gerne glauben können, wenn sie denn möchten.

Dabei ist den meisten Menschen nicht bewusst, was ihre Lebensmittel genau beinhalten: von künstlichen Aromen bis zu Stroh. Es werden viele ausgeklügelte Techniken angewandt und aufgefahren, um auch aus diesem Geschäft das meiste Kapital herauszuholen. Schon lange verzichte ich daher weitgehend auf behandeltes, industriell verarbeitetes Essen – wohlwissend, dass leider auch unser Obst und Gemüse, ja selbst das Wasser, genetisch, künstlich und mindestens aber umweltlich beeinflusst und verändert sind. Auf eine Art und Weise, bei der noch niemand Langzeitwirkungen korrespondierend nachweisen kann, weil uns in den meisten Fällen die wissenschaftlichen Erkenntnisse fehlen. Dummerweise ist es auch nicht gewollt. Es wäre kein Widerspruch mit wirklich hochwertigen, guten Lebensmitteln auch guten Profit zu machen.

Wie komme ich aber heute zu diesem Rant? Eine an Krebs erkrankte Bekannte erleidet Rückfalle in Form epileptischer Anfälle und wird vielleicht nie wieder arbeiten können, obwohl sie gerne würde und das Arbeiten ihr Leben sozial aufwertet.

Beim Mittagessen in der Kantine unterhielt ich mich mit einer Kollegin darüber. Sie ist in dieser Hinsicht bereits sehr leidgeprüft, da sie im Laufe der Zeit einige liebe, nahe Menschen an diese Krankheit verloren hat.

Wir kamen nach langer Diskussion zu dem Schluss, dass sehr wahrscheinlich der Krebs als Zellmutation eng mit unseren Lebensgewohnheiten und unserer Ernährung zusammenhängt. Dazu kommt das Wissen darum, dass Chemotherapien außerordentlich teuer und kostspielig sind und angeblich auch dann noch zum Einsatz kommen, wenn die Überlebensprognosen kaum noch vorhanden sind. Ich stelle keinen direkten Zusammenhang her. Für mich gehören Ernährung und Gesundheit untrennbar zusammen und dies insbesondere bei Menschen, die zuvor weitgehend immer gesund waren.

Natürlich könnte nun ein Einwand kommen, ich wäre kein Arzt, kein Experte und habe tatsächlich für diese Kommentierung keine wissenschaftlichen Studien ausgewertet, die ich hier benennen kann. Aber es lässt sich dennoch beobachten, dass vieles ungeklärt ist. In einer Gesellschaft, die sich für so aufgeklärt hält, und insbesondere auch der Punkt, dass häufig versucht wird, bei bestimmten Erkrankungen medikamentös zu heilen, werden einige Therapieansätze unterstützt, andere gar nicht. Wobei eine Ernährungsanpassung oder Umstellung unterstützend oder gar heilend definitiv ein mitunter nachhaltigerer und günstigerer Ansatz wäre.

Der Profit wäre allerdings für einige Akteure weitaus geringer im Vergleich zu heute.

Da der gesamte Themenkomplex schon traurig genug ist und mich ermüdet, mach‘ ich jetzt mal Schluss, lese die Glasetiketten und schaue jetzt eine Reportage über Epigenetik auf Arte. Ich bin gespannt.

Bonne nuit 

2 Kommentare zu „Wohin mit dem Öl aus dem Antipastiglas?

    1. Interessant, dass es für dich so klar ist! Jetzt fühle ich mich noch hinterwäldlerischer. 😉 Aber Kartoffelsalat ist für den Sommer eigentlich auch eine gute Sache, hab ich dieses Jahr vor lauter Corona nicht gegessen….

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: