Anekdötchen aus dem Büro

29.Juli.20

Vor einer halben Stunde bin ich im Büro angekommen.

Folgende Beobachtungen habe ich gemacht: Meine selbstgezüchtete Pflanze ist vor lauter Homeoffice abgeknickt. Ich bin aber zuversichtlich, dass sie sich in der Knickform weiterentwickeln und wieder zu wahrer Schönheit und Größe kommen wird. Wachsen oder sterben, am besten aus eigener Kraft. Ihrer Vorgängerin habe ich irgendwann Bambusstäbe als Halt angeboten, aber die wachsen nicht mit. Und es gelang mir nicht mehr, immer größere Bambusstäbe zu besorgen. Schließlich kamen die Trauerfliegen. Als sie den gesamten Büroflur bevölkerten, stellte ich sämtliche Rettungsmassnahmen ein und wurde sie los. Zurück blieb ein Ableger, eine Ablegerin, meine neue Pflanze.

Heute wird im Gegensatz zu gestern ein entspannter Tag mit wenig Terminen. Wenn ich also Glück habe, komme ich auch dazu etwas wegzuarbeiten. Das wird mich sehr zufrieden machen.

Und dann ist mir was passiert, das mir so häufig passiert: Ich komme auf das Gelände, fahre mit dem Aufzug hoch, begrüße zwei Kollegen (sie lächeln mich an und freuen sich darüber, wie glücklich und entspannt ich aussehe und das fänden sie super und toll und Sonnenschein) dann laufe ich auf meinen Flur und wieder Personen, die mir begegnen mit: „Ah, Hallo! Schön dich zu sehen! Ah, wie schön du immer strahlst“.

Ich finde das irgendwie komisch, also in dieser einen halben Stunden waren es 6 Komplimente von 5 Menschen, denen ich begegnet bin. Das ist insbesondere deswegen interessant, weil es ja auch nicht jeder sagt. Meist halten sich die Menschen mit Komplimenten ja eher zurück. Ich möchte jetzt kein Loblied auf mich singen, aber ich finde die  Beobachtung mega interessant und frage mich, woran das liegt. Ich habe nichts Besonderes an (olle, aber solide schwarze Jeans, weisses T-Shirt, darüber einen blauen sehr lockeren Pulli, kurzer Bob und that’s it). Aber vllt. eben schon, vllt. ist das Besondere, was ich anhab ein Lächeln und eine Entspanntheit – mit Worten von Schlaumeiern und treffend galant in der Anwendung der deutschen Sprache, die Ausstrahlung.

Ich frag mich, wo diese beiden Stücke im Kleiderschrank hängen, also das Lächeln und die Entspanntheit. Oft sind sie nicht auffindbar im Schrank, sie verstecken sich dann bestimmt hinter Kleidung, die ich einfach an dem Tag nicht anziehen möchte. Manchmal verstecken sie sich sogar verdammt gut!

Die letzte Beobachtung bevor ich zum nächsten Termin hechte und diese Schreibarbeit hier niederlege: Tippen auf einer externen altmodischen Tastatur hat seinen Reiz und ist vor allem nicht so geräuschintensiv.

ciao amigos

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