Morgenduscher oder Abendduscher – das Homeoffice verändert dich

24.Juli.20

Hallöchen, endlich fertig mit Arbeiten. 

Ich weiß nicht warum, aber besonders im Homeoffice sind die Freitage immer recht lang. Es ist nun 17 Uhr. 

Aber Organisationen erschaffen häufig und abhängig von der Perspektive Bullshitprobleme. Solche, die es gar nicht geben müsste und am schlimmsten sind die Probleme, die es gar nicht gibt!!! Scheinprobleme. 

Und so ist dann irgendwann Freitag 17 Uhr und man fragt sich, wohin denn die ganze Lebenszeit hin ist. 

Ich muss gleich auch duschen; meistens wenn ich im Homeoffice bin, dusche ich erst, wenn ich mit der Arbeit fertig bin. Oder ich muss in der Pause für eine Erledigung raus, dann eher. Oft dusche ich aber nach der Arbeit. So wie jetzt. Ich finde auch, dass duschen nach der Arbeit eine Wohltat ist. Eine Belohnung, so könnte frau es bezeichnen.

Normalerweise gehöre ich zu der Spezies der Morgenduscher, das hab ich so gelernt. Man wird schön wach und ist frisch. Nur die Sache mit dem Wachwerden, habe ich letztens festgestellt, funktioniert nicht mehr. Stattdessen schlurfe ich angezogen und verpeilt nach unten aus dem Haus, stolpere fast die Treppen hinunter, nur um gar nicht mal allzu selten mein Auto in den zwei potentielle Parkstraßen um mein Haus herum zu suchen. Und das morgens. Und wenn gar noch Müllabholtag ist, dann Gnade mir Gott. Manchmal suche ich bis zu 15 Minuten und hab dann zumindest ein paar Schritte gemacht – immerhin.

Jedenfalls begeistere ich mich mit zunehmend für das „Abendduschen“. Und wenn ich das Mama sage, kommt dann: „Hm, ja, dann bist du ja gar nicht frisch morgens “. Aber ich schlafe viel besser, wenn ich frisch geduscht bin. Hihihi, oh man und ich mein, ich bin Weißgott keine Kaltduscherin und auch keine Kaltabbrauserin – Elsi wunderte sich darüber, dass ich mir sogar mit warmen Wasser die Hände wasche. Macht man das nicht so? Und was ist mit den Bakterien sonst? Und den Viren? Ich weiß ja nicht, aber werde mich diesbezüglich mal schlau machen. 

Wenn ich gleich ins Bad gehe, dann greife ich sofort – nach meiner Pinzette! Kennt ihr Einzelhaare im Gesicht? Bevorzugt am Hals, an den zarten Käntchen des Kinnes lokalisiere ich sie und muss sie dann entfernen. Wirklich, wenn es eine Zwangshandlung bei mir gibt, ist das definitiv diese. Und bin ich mal unterwegs, ohne passendes Werkzeug –so kann ich unmöglich zur Ruhe kommen. Ich muss mich proaktiv beruhigen, damit das wieder klar geht. Aber mein Unterbewusstsein lässt sich in dieser Angelegenheit nicht austricksen, wenn das Härchen samt Wurzel noch nicht raus ist, gibt es Nix.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es eben auch die Nichtduscher gibt. Zu denen ich selbstverständlich nicht gehöre, denn duschen mit Musik oder einer interessanten Reportage auf Deutschlandfunk, die man beim Abtrocknen nochmal neu starten muss, weil man natürlich nichts mitbekommen hat, macht auch Spass. Wenn aber der Flegel in uns sich Bahn bricht, kommt es sicherlich auch zu wassersparenden Nichtduschtagen. 🙂

Äh, und außerdem bin ich auch nicht dafür, dass man das Wochenende braucht, um zu leben. Ich bin sehr dafür, dass die Arbeit und die Arbeitslast sich zurückzuhalten haben oder zumindest einzufügen in einen Kontext, der einem eben erlaubt auch unter der Woche viel und einiges zu unternehmen und nicht Freitagnachmittag, k.o. zu sein.

Ich hoffe die Dusche bringt mich nun energetisch nach vorne.

Ok, jetzt aber wirklich. 

ciao amigos

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: